Sicherheit im Reiseverkehr

Sicherheit ist ein wichtiges Thema in Verbindung mit Busreisen. Auch wenn der Bus immer noch vor Bahn und Flugzeug mit Abstand das sicherste Verkehrsmittel ist, kann wirkliche Sicherheit nur gewährleistet werden, wenn dafür stetige Anstrengungen unternommen werden. Dieses geschieht bei uns in verschiedenen Bereichen:

- Passive Sicherheit

Die passive Sicherheit umfasst alle Vorichtungen und Maßnahmen, die die Vermeidung von Risiken betreffen, die vom Material, also vom   Bus ausgehen.

- Aktive Sicherheit

Die aktive Sicherheit meint alle die Maßnahmen, die das Risiko, dass durch den Fahrer und die Reisenden entstehen können, minimieren.   

     
Passive Sicherheit

Jedes Fahrrad und jeder PKW muss regelmäßig gewartet werden, damit der sichere Betrieb des Fahrzeuges gewährleistet ist -
Und das ist bei Kraftomnibussen natürlich nicht anders. Allerdings hat schon der Gesetzgeber für Busse wesentlich sorgsamere Kontrollen vorgesehen, als das bei Fahrzeugen im Individualverkehr üblich ist:

- Die Hauptuntersuchung ( der TÜV) steht einmal jählich an

- Zusätzlich müssen die Fahrzeuge alle drei Monate zur Bremsen-   Sonderuntersuchung

Da bleibt kein Spielraum für Pfusch - selbst kleinste Mängel werden so rechtzeitig erkannt und sofort behoben, damit Fahrer und Reisegäste dem Bus, mit dem sie unterwegs sind, immer hundertprozentig vertrauen können.

In unserer bertiebseigenen Werkstatt sind mehrere Schlosser täglich im Einsatz, um die Busse zu warten und zu pflegen. Auch die meisten Reparaturen können von ihnen selbst durchgeführt werden. Da kommen die Jungs manchmal ganz schön ins schwitzen bei über 50 Bussen. Aber bei aller Hektik, die aufkommen kann, steht eins immer fest: Sicherheit geht vor - keine halben Sachen!

oben: Ein Eschweger Stadtbus steht zur Wartung auf der Grube.

 

links: Unser Werkstatt-Team: Tatkräftig und gewissenhaft.

 

 

Moderne Reisebusse, wie wir sie einsetzen, haben viele hochtechnische Einrichtungen und Eigenschaften, die das Fahren mit ihnen über die geforderten Normen hinaus noch sicherer machen:

-          ASR:    Anti-Schlupf-Regelung

-          ESP:     Elektronisches Stabilisierungsprogramm

-          ABS:    Anti Blockier System

-          Retarder: Verschleißfreie Bremse, die das Fahrzeug fast bis zum Stillstand bremsen              kann. Die normale Bremsanlage bleibt dadurch geschont und stets bremsbereit.
            Hierdurch wird eine deutliche Erhöhung der Sicherheit erreicht.

-          Fahrerschlafkabine:   Ermöglicht für den 2. Fahrer einen ruhigen und             abgeschirmten Schlaf, so daß er ausgeruht  weiterfahren kann.

-          Sicherheitsverglasung:   Eine gebrochene Scheibe bleibt in sich verbunden und             zerbricht nicht in herumstreuende Scherben.

-          Fahrgastzelle:   Die Festigkeit der Fahrgastzelle ist durch vielfältige Versuche der             Hersteller getestet. Durch eine EG- Norm wurden Mindestanforderungen festgelegt.

-          Navigationssystem:   In allen neuen Bussen ist das Navigationssystem installiert.             Es erleichtert den Fahrern,  schneller und sicherer ans Ziel zu kommen.

-          Geschwindigkeitsbegrenzer: Kein Bus kann schneller als 100 Km/h fahren.

-          Sicherheitsgurte:   In allen neuen Reisebussen ist an jedem Sitz ein Sicherheitsgurt.

 


 

Aktive Sicherheit

 

Der schönste neue Bus mit den ausgefeiltesten Sicherheitseinrichtungen nützt nur wenig, wenn der Fahrer nicht mit ihm umzugehen versteht. Die Fahrer, die bei uns im Reiseverkehr eingesetzt werden, haben alle langjährige Berufspraxis vorzuweisen.
Doch das reicht bei weitem nicht aus. Daher werden alle unsere Fahrer regelmäßig auf Fahrsicherheitstainings geschult. Hier begeben sie sich in genau die Situationen, die sie sonst das ganze Jahr souverän durch vorausschauende Fahrweise vermeiden:

Vollbremsung auf regennasser Strasse, ausweichen bei 100 km/h, bremsen auf verschiedenen Untergründen und vieles mehr. Von professionellen Trainern werden sie angetrieben noch mehr zu riskieren, noch weiter an die physikalischen Grenzen des Fahrzeuges heran zu gehen. Wenn die Hemmungen überwunden sind, stellen sich erstaunliche Aha-Erlebnisse ein: Selbst erfahrene alte Hasen kommen aus diesem Training und haben wichtig Erfahrungen für die Situationen im Alltag gemacht, die hoffentlich nie eintreten werden. Doch nur wer die Möglichkeiten und Grenzen des Fahrzeuges kennt, kann in einer extremen Situation instinktiv richtig reagieren.
Diese Trainings werden in Zusammenarbeit mit dem Fachverband der hessischen Omnibusunternehmer durchgeführt und regelmäßig wiederholt.

Über dreißig Fahrer der Firma Frölich haben im Jahr 2004 an einem groß angelegten Sicherheitstraining auf einem Flugplatzgelände teilgenommen. Dieses Jahr wird das Training fortgesetzt. Zu der intensiven Schulung gehört neben dem praktischen Teil auch eine theoretische Schulung. Die Fahrer sollen mit der Wirkungsweise der modernen Technik vertraut gemacht werden und eine Sensibilität für mögliche Gefahren im Alltag entwickeln.

oben links und mitte: Fahren in Extremsituationen muß regelmäßig geübt werden

 

unten:Auch die Theorie muß sitzen - Frölich-Fahrer drücken die Schulbank

Lenk- und Ruhezeiten

Die Fahrzeit, die Arbeitszeit und die Ruhezeit werden auf Tachodiagramm- scheiben aufgezeichnet und ist so jederzeit genau nachzuvollziehen. Um sie beachten zu können, müssen die Fahrer sie genau kennen und stets auf dem neuesten Stand sein. Jede Überschreitung ist ein unnötiges Sicherheitsrisiko.